Da bin ich mal wieder....mit einem kleinen Essay ueber einen Red X Workshop, den wir heute besucht haben. Betitelt war das ganze als „Humanitarian Action Workshop“. In der Praxis hiess das, dass sich alle Suedostvolunteers von 11 bis 5 in einem Tagungscenter getroffen haben, um mit einem Referenten ueber den grossen und weitgefassten Begriff „Humanitaerian Actions“ zu philosophieren.
Heute Morgen dachte ich noch, oh god, wieder einer dieser sinnlosen red cross seminare, in denen nur ueber unwichtige Dinge debattiert wird, da hast du ja mal gar keinen Bock drauf.
Aber es kam dann doch recht anders und ich muss sagen, dass das Thema seine Zeit wirklich wert war. Wir haben viel disskutiert und mit interaktiven Spielen versucht sehr schwierige und verschiedenartige Fragen zu klaeren...
Warum zeigen soviele Menschen z.B. das Bystander-Syndrom (d.h. sie helfen nicht in Notsituationen oder schauen einfach weg)? Ist es bereits eine humanitarian act jemand die Tuer aufzuhalten? Wird unsere Welt heute immer inhumaner oder sind die Wege human zu agieren einfach nur vielfaeltiger geworden?
Kann man eine Handlung noch humanitarian nennen, wenn man sie nicht selbstaufopfernd und aus dem Beduerfnis zu helfen, heraus unternimmt? Wie kann man neutral bleiben und den Menschen helfen, die am verletzbarsten sind? Wieso faellen wir ein Urteil ueber einen merkwuerdig agierenden Mann, den wir in einer Samstagnacht auf der Strasse treffen, helfen wir ihm nicht, weil er moeglicherweise betrunken ist und sogesehen seinen Zustand selbstverschuldet hat?
Wie weit kann ich in psychologischen Krisen oder moeglichen Gefahrensituationen helfen, ohne in anderer Leute Leben einzugreifen oder ihnen wohlmoeglich zu nahe zu treten??? Fragen ueber Fragen...
Ihr seht also wirklich interessante Dinge, ueber die es sich lohnt, nachzudenken....
...und meine Mail, hast du die bekomm!?